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Tachchen liebe Gemeinde, Hermann hier!
Heute habe ich wieder ein tierisch geiles Interview für Dich. Es freut mich ganz besonders, dass ich diesen Interview-Partner für Hartz5 gewinnen konnte. Denn er gehört mit seinen erst 38 Jahren bereits zu den "alten Hasen" der Branche.
Wenn er nicht faul am See liegt, Ski fährt oder sonstwo in der Welt herumreist, optimiert er seine bestehenden Projekte, damit er den nächsten Traumurlaub antreten kann.
Hier ein Interview mit jemanden, der es geschafft hat langfristig im Internet Geld zu verdienen und der seinen Internet-Traumjob in vollen Zügen geniesst.
Wir begeben uns auf eine Interview-Traumreise mit Stefan Lehne von partnerprogramme.de:
Kurz-Portrait:
Name: Stefan Lehne
Alter: 38
Kurz-Lebenslauf: Studium der Betriebwissenschaftslehre in Bamberg, anschliessend sofort selbständig gemacht in der Webhostingbranche, seit 2000 hauptberuflicher Affiliate
Ursprünglich gelernter Beruf: Dipl.-Kaufmann
Ihre Branche/Ihr Bereich: Affiliate mit Projekten aus unterschiedlichen Bereichen
Firma/Projekt: Aardon Internet GmbH, betreibt u.a. partnerprogramme.de, dvd-verleih.info, video-on-demand.info, top-skibekleidung.de, onlinemagazin.de, die-azoren.de und viele andere Projekte
Position: Geschäftsführer/Gesellschafter
Ihr Standort: München
Fragen von Hartz5-Empfängern:
… zum Thema "Ihre Karriere im Internet":
Wie sind Sie überhaupt in das Internet Business gekommen?
Während meines Studiums (1996) habe ich entdeckt, dass Webspace in den USA nur einen Bruchteil des Preises kostet, den deutsche Provider verlangen. Damals gab es noch keine Billighoster in Deutschland. Es war für mich dann ein schöner Nebenverdienst, Webspace auf amerikanischen Servern an deutsche Firmen zu vermitteln. Ein völlig risikoloser Job, weil man den Webspace erst bestellt hat wenn ein Auftrag vorlag und sehr lukrativ, weil man etwa 100% Aufschlag verlangen konnte und damit immer noch einer der günstigsten deutschen Anbieter war. Meine Dienstleistung war dabei vor allem die Überwindung der Sprachbarriere – die meisten deutschen Firmen wollten einfach einen deutschen Ansprechpartner haben, der die Angelegenheiten in den USA für sie regelt. Dieses Geschäft lief so gut an, dass ich mich nach Beendigung meines Studiums Ende 1996 sofort hauptberuflich in dieser Branche selbständig gemacht habe. Später habe ich dann auch eigene Server in Deutschland betrieben. Als der Webhostingmarkt mit Auftauchen der Billighoster enger wurde, haben ich diese Firma im Jahr 2000 verkauft und bin in die Affiliatebranche gewechselt.
Wie lange verdienen Sie schon Ihr Geld im Internet?
Seit 1996
Was mögen Sie an Ihrem Job am meisten?
Die Flexibilität, arbeiten zu können wann und wo ich möchte und die Arbeitsintensität variieren zu können, wie es gerade passt. Letztes Jahr habe ich mir einen 3-monatigen Aufenthalt in Neuseeland gegönnt und auch wenn ich von dort natürlich nur die nötigsten Arbeiten gemacht habe, sind alle Projekte einwandfrei weitergelaufen.
Haben Sie Vorbilder?
Nein. Ich habe meinen eigenen Stil entwickelt und eifere niemandem nach. Ich denke jeder muss seinen eigenen Weg finden, Erfolg zu haben und glücklich zu werden.
Hatten Sie am Anfang ein eigenes Produkt? Falls ja, welches und warum gerade dieses Produkt?
Nachdem ich reiner Affiliate bin, verkaufe ich ja selbst keine Produkte im eigentlichen Sinn, sondern bin lediglich vermittelnd tätig.
Mit wie viel Geld ca. haben Sie Ihr Erfolgsprojekt gestartet?
Meine erste Firma im Webhostingbereich habe ich völlig ohne Eigenkapital gestartet. Einen Computer mit Internetanschluss hatte ich und für die eigene Domain habe ich nur ein paar Dollar investiert. Für den Einstieg in die Affiliatebranche habe ich dann einen grösseren Betrag aus dem Verkauf meiner ersten Firma investiert – einmal für die Übernahme von partnerprogramme.de, ein Projekt das damals schon etwa 3 Jahre erfolgreich im Netz war und zum zweiten für die professionelle Entwicklung einer Datingplattform durch eine Agentur, die aber leider nie richtig Umsatz gebracht hat.
Wie lange dauerte es, bis sich die ersten Erfolge zeigten (konstantes Einkommen von mindestens 1000,00 Euro im Monat)?
Durch die Übernahme eines bestehenden erfolgreichen Projekts war das in der Affiliatebranche von Anfang an gegeben.
Haben Sie mit einer eigenen Website begonnen? Falls "ja" Haben Sie Ihre Website selbst gestaltet?
In der Webhostingbranche habe ich meine erste Website selbst gestaltet. Als Affiliate habe ich dann anfangs alles von Agenturen machen lassen. Auf Dauer wurde das aber zu teuer und so habe ich dann später selbst PHP gelernt und lediglich rein gestalterische Aufgaben von Leuten erledigen lassen die da kreativer sind als ich
. Bis heute arbeite ich am liebsten mit HTML- und PHP-Quelltext, mit Editoren bin ich nie richtig zurechtgekommen.
Was waren die grössten Startschwierigkeiten und wie haben Sie die gemeistert?
Als ich 2000 in die Affiliatebranche gewechselt bin kamen natürlich kurz darauf mit dem Zusammenbruch des ersten Internetbooms die schlechtesten Jahre überhaupt. Teilweise sind Umsätze im 5-stelligen DM-Bereich einfach weggebrochen weil das Geschäftskonzept nicht tragfähig war und die Firmen ihre Provisionen nicht mehr auszahlen konnten. Zum Glück hatte ich durch den Verkauf meiner ersten Firma genug Rücklagen um diese Zeit einfach aussitzen zu können, ab 2003 ging es dann wieder steil aufwärts, sowohl mit bestehenden Projekten als auch mit neuen Projekten wie dvd-verleih.info, das ich Ende 2003 gegründet habe und das vom ersten Monat von den Provisionen her wie eine Bombe eingeschlagen hat.
Mit wie viel Arbeitsstunden haben Sie – vielleicht nebenberuflich – begonnen und wie viele Stunden arbeiten Sie heute?
Wenn ich an die Anfangszeit zurückdenke, als ich noch während meines Studiums nebenberuflich tätig war, waren es vielleicht 1-2 Stunden pro Tag. Während der Hauptaufbauzeit des Webhostinggeschäfts waren es dann sicher 10-12 Stunden pro Tag und das teilweise auch am Wochenende. Heute lasse ich es wieder etwas ruhiger angehen und habe einen einigermassen normalen Arbeitstag mit etwa 8 Stunden. Natürlich vermischt sich einiges, wenn man wie ich flexibel von den Arbeitszeiten ist und von zu Hause arbeitet. So kann es vorkommen, dass ich es mir auch während eines Arbeitstags erlaube, mal zum Sport zu gehen oder mich im Sommer an den See zu legen. Dafür hat man natürlich nie ganz seine Ruhe und fragt auch am Wochenende mal eine Emails ab oder fängt an zu programmieren, wenn es etwas Wichtiges gibt.
Was war Ihr grösster Anfängerfehler?
Vielleicht nach meinem grossen Erfolg in der Webhostingbranche zu glauben, dass es auch in der Affiliatebranche mehr oder weniger von alleine laufen würde.
Wie sieht heute ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
Früh frage ich zuerst meine Emails ab und bearbeite alle anfallenden Dinge. Sobald dann Zeit und Luft ist mache ich mich an die Verbesserung oder Aktualisierung meiner bestehenden Projekte oder an die Entwicklung neuer Ideen.
Warum denken Sie, sind Sie so erfolgreich?
Ich denke dass ich als "eierlegende Wollmilchsau", die alles rund um die Website selbst machen kann, sehr schnell und effektiv arbeite. Wenn ich z.B. die Idee für eine neue Funktion in einer meiner Websites habe, wird dies normalerweise in 1-2 Tagen umgesetzt, ohne dass ich mich mit jemandem absprechen muss oder erst einen Programmierer fragen muss, wann er Zeit für mich hat.
Wo wollen Sie jobmässig hin? Gibt es ein Traumziel?
Eigentlich habe ich meinen Traumjob heute so wie er ist, von daher bin ich zufrieden wenn alles so weiterläuft wie bisher.
Nur eine private Frage: Was machen Sie so in Ihrer Freizeit?
In meiner Wahlheimat München haben wir natürlich die Nähe zu den Bergen. Ich liebe die Berge im Sommer wie Winter, zum Bergwandern oder Skifahren. Ansonsten gehe ich einfach mal ins Fitnessstudio um mich fit zu halten. Im Sommer liege ich wie schon erwähnt auch einfach mal faul am See. Ausserdem bin ich ein leidenschaftlicher Spielefan. Ich liebe alle Arten von Gesellschaftsspielen bis hin zum Poker, natürlich nur im legalen Bereich.
… zum Thema "Ihre allgemeinen Ratschläge für Anfänger":
Was muss ich mitbringen um ein erfolgreicher Internet Marketer zu werden?
Leidenschaft, Ausdauer, Lernfähigkeit, Energie.
Was würden Sie Einsteigern raten? Wie sollten sie anfangen?
PIch denke dass es als Einsteiger zu schwer ist wie ich von Anfang an hauptberuflich von Affiliateeinkommen zu leben. Von daher würde ich erst einmal nebenberuflich anfangen und einfach ein paar Internetprojekte aus unterschiedlichen Bereichen ins Netz stellen. Am besten sind Themengebiete, die einem auch Spass machen und von denen man etwas versteht.
Vor allem sollte man sich nicht entmutigen lassen, wenn es am Anfang nicht gleich klappt. Nehmen wir als Beispiel top-skibekleidung.de – dies ist ein reines Abbild von Produktdatenbanken von Shops, die Skibekleidung führen und dieses Projekt ist von Anfang an gut angelaufen und hat vom ersten Monat an Umsätze generiert, wenn auch natürlich erst einmal im niedrigen Bereich. Es gibt allerdings Schwesterprojekte wie top-unterwaesche.de, die genauso aufgebaut sind und noch keinen Cent Provision erwirtschaftet haben. Wenn man sieht, dass ein Bereich nicht funktioniert, sollte man sich nicht entmutigen lassen, sondern einfach zum nächsten Bereich weitergehen.
Bei mir war es oft so, dass die Projekte in die ich die grössten Hoffnungen gesetzt habe, komplett gefloppt sind und aus Projekten, die ich mehr oder weniger aus Spass ins Netz gestellt habe sind dauerhafte Umsatzträger geworden.
Ist es Ihrer Meinung nach wichtig, selbst (Internet-)technisch versiert zu sein? Wenn ja, was ist am Wichtigsten und wo kann man das am besten erlernen?
Gerade wenn man nebenberuflich anfängt und einfach mal einige Versuchsprojekte starten will, ist es natürlich schon aus Kostengründen schwierig, alles rund um die Website von dritter Seite machen zu lassen. Gewisse Grundkenntnisse aus den Bereichen Webdesign und Programmierung sind daher sicherlich von Vorteil. Wenn man nur eine gute Idee hat und sich mit diesem Bereichen nicht auskennt, kann man natürlich auch versuchen, sich mit jemandem zusammen zu tun, der die technische Seite erledigen kann.
Ist es sinnvoll, mehrere Dinge gleichzeitig anzufangen oder sich mit aller Kraft auf ein Thema/Projekt zu konzentrieren?
Aus meinen Ausführungen sollte klar sein, dass ich denke, dass man mehrere Versuchsballons starten sollte und sehen sollte, was am besten klappt. Dies gilt aber meiner Meinung nach vor allem für reine Affiliates, die stückweise ein erfolgreiches Geschäft aufbauen wollen, erst nebenbei und dann irgendwann hauptberuflich. Natürlich gibt es im Internet ganz andere Bereiche, die die volle Aufmerksamkeit erfordern, um ein Business aufzubauen. Wer tatsächlich konkrete Produkte oder Dienstleistungen verkaufen will ist sicher bessere beraten, hier nicht zu weit zu streuen, sondern sich auf eine Sache zu konzentrieren. Es kommt also immer auf den Einzelfall an.
Ist es besser alles immer selbst zu machen oder besser frühzeitig outsourcen?
Ich finde immer, dass es von Vorteil ist so viel wie möglich selbst zu machen, da dies Zeit und Geld spart. Wenn man allerdings feststellt, dass man gewisse Dinge einfach nicht kann oder nicht die Zeit dafür findet, kann ein Outsourcing natürlich Sinn machen.
Welchen Fehler sollte man unbedingt vermeiden als Anfänger?
Zu schnell aufzugeben, wenn man nicht sofort Erfolg hat. Oder zu denken, dass dieses Business von alleine läuft, ohne dass man am Anfang Arbeit hineinstecken muss.
… zum Thema "Konkrete Profi-Tipps für Anfänger":
Wie kann man am schnellsten Passives Einkommen aufbauen?
Ein passives Einkommen ist natürlich am einfachsten mit Partnerprogrammen zu erzielen, die Lifetimeprovisionen zahlen. Leider ist dies heute allerdings die Ausnahme. Aber letztendlich ist jede Art von Affiliateprovision eine Art passives Einkommen, da eine gut laufende Website zwar immer aktuell gehalten werden muss, aber auch nicht unbedingt täglich betreut werden muss, um weiter erfolgreich zu sein.
Auf jeden Fall würde ich mich am Anfang auf Nischen konzentrieren. Natürlich werden in Bereichen wie Mobilfunk, DSL oder Kreditvermittlung hohe Provisionen gezahlt, aber hier ist auch die Mitbewerberdichte so gross, dass es kaum Chancen auf hohe Besucherzahlen gibt. Von diesen Bereichen würde ich als Anfänger deshalb ganz klar die Finger lassen.
Am Anfang hat man nicht so viel Geld für Werbung. Bitte geben Sie der Hartz5-Gemeinde Tipps für kostenlose Internetwerbung.
Als Affiliate ist es am Anfang natürlich am wichtigsten, möglichst viele Backlinks zu bekommen, also potentielle Linktauschpartner anschreiben. Auch das Eintragen in Webkataloge kann Sinn machen. Wer selbst Produkte oder Dienstleistungen verkauft, sollte seinerseits ein eigenes Affiliateprogramm betreiben.
Welche kostenpflichtigen Marketingmassnahmen würden Sie Anfängern sonst empfehlen? Was funktioniert immer?
Die Werbung über Google Adwords ist natürlich immer eine gute Möglichkeit, Besucher auf seine Seite zu bekommen. Dies empfehle ich aber eher Anbietern, die eigene Produkte oder Dienstleistungen verkaufen als reinen Affiliates.
Welche Bezahlarten dürfen auf einer Verkaufs-Website auf keinen Fall fehlen?
Da jede Bezahlart ihre Anhänger hat, würde ich auf jeden Fall so viele Zahlarten wie möglich anbieten. Vorauskasse, Kreditkarte, Bankeinzug und Paypal wären meine persönlichen Favoriten.
Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben für Beantwortung der vielen Fragen! Als Dank für Ihre Mitwirkung, erlaubt Ihnen die Hartz5-Gemeinde jetzt Werbung für Ihr eigenes Projekt zu machen. Los geht’s. Stellen Sie uns Ihr Projekt oder Produkt vor:
Wie schon erwähnt, ist es in meinem Fall nicht ein Projekt, sondern mehrere, die für Umsatz sorgen. Konkret möchte ich noch einmal die beiden grössten erwähnen:
www.dvd-verleih.info: Die grösste deutsche Plattform zum Thema Online-DVD-Verleih mit Preisvergleichen, Tests, Forum usw. Als dieses Projekt im Jahr 2003 gegründet wurde, war es das erste dieser Art und es gab noch etwa 10 ernstzunehmende Anbieter in dieser Branche. Heute sind es leider nur noch zwei und demnach gibt es für eine Vergleichsplattform weniger zu tun als früher. Dennoch ist die Plattform ein Muss für jeden, der bei einem Online-DVD-Verleih Mitglied werden will.
www.video-on-demand.info: ist die entsprechende Schwesterplattform aus dem Bereich VoD.
www.partnerprogramme.de: Grosse deutsche Partnerprogramm-Suchmaschine. In unserer Datenbank sind über 6000 Partnerprogramme gespeichert, darunter auch alle Programme, die in grossen Affiliatenetzwerken betrieben werden. Mit der Suchfunktion findet jeder das passende Programm für seine Homepage.
Also mich beeindrucken solche Erfolgsgeschichten von erfahrenden Marketern immer ganz besonders. Bei Stefan merkt man, dass er ein Gespür für Marktlücken hat. Denn z.B. das mit dem Webspace war doch ganz schön clever damals.
Ausserdem: Auch dieses Interview hat mal wieder gezeigt, dass es wichtig ist dranzubleiben bzw. weiterzumachen – auch wenn es mal nicht gleich so toll klappt! Das finde ich jedenfalls, ist eine ganz besonders wichtige Botschaft, die uns allen Mut machen sollte.
Ich möchte mich im Namen aller Hartz5-ler bei Stefan Lehne bedanken, dass er trotz des ganzen Urlaubsstress
noch Zeit gefunden hat, uns Einblicke in seine erfolgreiche Internetkarriere zu gewähren.
Ich wünsche Stefan für seine weiteren privaten und beruflichen Trips alles Gute!
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Und nun sag ich mal Tschüßchen. Bis Sonntag. Und nicht vergessen! "LASST UNS LEBEN UND GEBEN LASSEN"! Prost! Euer Hartz5-Beauftragter Hermann!
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